FAQ

Wie buche ich mein Erstgespräch für die Diagnostik?

Entsprechend Ihrer Krankenversicherung (GKV, PKV oder Selbstzahler) können Sie einen Termin für die Diagnostik Ihrer Wahl nach Ihrer Verfügbarkeit über Doctolib buchen:

Termin über Doctolib buchen

Wo findet die Testung statt? Wo finde ich Sie?

Unsere Praxisräume befinden sich in der Sulzbacher Straße 35, 90489 Nürnberg.

Soll ich meine Anschlusstermine auch online buchen?

Nein. Die weiteren Termine vereinbaren wir individuell im Anschluss an das Erstgespräch und entsprechend der jeweiligen Verfügbarkeit.

Kann ich Termine auch online wahrnehmen?

Ja. Grundsätzlich ist es möglich, Termine online wahrzunehmen. Dies gilt insbesondere für die Testungstermine. Hierzu können individuelle Vereinbarungen mit den jeweiligen Diagnostiker:innen getroffen werden.

Ich habe eine weite Anreise. Ist eine individuelle Terminvereinbarung möglich, zum Beispiel Erstgespräch und Testungen am selben Tag?

Ja, hier kommen wir Ihnen sehr gerne entgegen. Kontaktieren Sie uns nach der Buchung Ihres Erstgesprächs einfach per E-Mail unter adhs-praxisgemeinschaft@web.de.

Was soll ich zur ersten Sitzung der ADHS-Diagnostik mitbringen?

Sollten Ihnen vorab Fragebögen zugesandt worden sein, bringen Sie diese bitte ausgefüllt zum Erstgespräch mit.

Falls Sie Ihre Grundschulzeugnisse bereits vorab heraussuchen möchten, können Sie diese gerne zur ersten Sitzung in Kopie mitbringen oder über Doctolib hochladen.

Wenn Sie einen GKV-Termin gebucht haben, denken Sie bitte außerdem daran, Ihre Versichertenkarte zum Erstgespräch mitzubringen.

Kann ich auch ohne alle Grundschulzeugnisse eine ADHS-Diagnose erhalten?

Ja. Die Grundschulzeugnisse sind hilfreich, da sie eine Fremdauskunft über Ihr Sozial- und Lernverhalten im Kindesalter bieten. Sie sind jedoch keine Voraussetzung für die Diagnosestellung.

In welcher Sprache wird die ADHS-Diagnostik durchgeführt?

Die ADHS-Diagnostik wird in deutscher Sprache durchgeführt. Auch die zugehörigen Fragebögen sind in deutscher Sprache verfasst. Daher sind mindestens gute Deutschkenntnisse erforderlich.

Wie geht es nach der Diagnosestellung weiter?

Das besprechen wir individuell im Abschlussgespräch.

Sollte bei Ihnen ADHS diagnostiziert worden sein, erörtern wir kurz Ihre Möglichkeiten hinsichtlich Medikation sowie Psycho- und Gruppentherapie.

Sollte die Diagnose nicht gestellt werden, besprechen wir ebenfalls die in den vorherigen Terminen aufgekommenen Aspekte und Ihre weiteren Möglichkeiten.

Gibt es die Möglichkeit einer anschließenden Gruppentherapie in Ihrer Praxis?

Ja. Nach erfolgter ADHS-Diagnose bieten wir sowohl einen ADHS-Workshop (ein Termin) als auch die Möglichkeit zur Teilnahme an einer fortlaufenden Neurodivergenz-Gruppe an.

Die Neurodivergenz-Gruppe umfasst 10 Termine à 100 Minuten und findet wöchentlich statt.

Ich brauche eine ausführliche schriftliche Darlegung meiner Diagnose. Ist das möglich?

Ja. Ein ausführlicher schriftlicher Befundbericht ist möglich, wird jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ein ausführlicher Befundbericht kostet 130 €, ein Kurzbefund 65 €.

Ich habe die Bestätigung meiner Diagnose verloren. Können Sie diese erneut ausstellen?

Ja. Wir können Ihnen Befunde und Unterlagen erneut zukommen lassen. Für das Nachreichen von Befund und Unterlagen inklusive Postversand und Porto erheben wir eine Aufwandsgebühr von 25 €.

Ich bin Selbstzahler:in. Wie funktioniert die Abrechnung?

Sie erhalten nach Abschluss der Diagnostik bzw. Behandlung eine Rechnung über den entsprechenden Betrag per Post.

Kann ich einen Termin für Einzeltherapie buchen?

[Hier kann die konkrete Information zu Angebot, Voraussetzungen und Terminvereinbarung ergänzt werden.]

Bieten Sie Paartherapie an?

[Hier kann die konkrete Information zum Angebot ergänzt werden.]

Wo kann ich mich qualifiziert zum Thema ADHS und Neurodivergenz informieren?

Eine gute Anlaufstelle für qualifizierte Informationen zum Thema ADHS ist beispielsweise:

ADHS.info

Weitere empfehlenswerte Informationsangebote können hier ergänzt werden.

Ich höre immer wieder, ADHS sei eine „Modediagnose“ und liege gerade einfach im Trend. Wird aktuell tatsächlich mehr ADHS diagnostiziert?

Ja und nein.

Aktuell beschäftigen sich zunehmend mehr Menschen mit dem Thema ADHS und Neurodivergenz. Gleichzeitig wird verstärkt zu diesen Themen geforscht. Dadurch entwickelt sich auch die Diagnostik kontinuierlich weiter, und immer mehr Menschen erfahren, was ADHS tatsächlich ausmacht.

Durch die qualitativ und quantitativ gestiegene Informationsmenge können sich Betroffene häufiger in den Charakteristika von ADHS wiedererkennen. Jeder Mensch vergisst einmal seinen Schlüssel, verlegt Dinge, schiebt Aufgaben auf, schweift gedanklich ab oder ist nicht optimal organisiert. Bei ADHS sind diese Schwierigkeiten jedoch in Ausmaß und Intensität deutlich stärker ausgeprägt. Hinzu kommen weitere mögliche Besonderheiten beispielsweise in der Wahrnehmung sowie in der Informations- und Emotionsverarbeitung oder im Sozialverhalten.

Menschen, die sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennen und sich damit identifizieren können, haben die Möglichkeit, das Gespräch mit Psycholog:innen oder anderen entsprechend qualifizierten Diagnostiker:innen zu suchen und prüfen zu lassen, ob die Kriterien für eine ADHS-Diagnose erfüllt sind.

Es kommt zu mehr ADHS-Diagnosen, wenn sich mehr Menschen mit ADHS für eine Diagnostik entscheiden. Personen ohne ADHS, die eine Diagnostik durchlaufen, erhalten am Ende weiterhin keine ADHS-Diagnose, wenn sie die entsprechenden Kriterien nicht erfüllen. Eine professionelle Diagnostik dient gerade dazu, zwischen verschiedenen Ursachen und Erlebensweisen zu differenzieren.

Neurodivergente Menschen werden nicht plötzlich neurotypisch und umgekehrt. Eine sorgfältig durchgeführte Diagnostik kann dabei helfen, die individuellen Besonderheiten und deren Ursachen besser einzuordnen.

Eine ADHS-Diagnose kann neurodivergenten Menschen dabei helfen, sich selbst und ihr Verhalten besser zu verstehen, die eigene Situation nach außen zu vermitteln, persönliche Stärken, Schwächen und Grenzen besser zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um sich in einer überwiegend neurotypisch geprägten Gesellschaft besser zurechtzufinden.

Auch für neurotypische Menschen kann es hilfreich sein, offen für möglicherweise andere Formen des Erlebens und Verhaltens zu sein. Dazu gehören beispielsweise:

  • sich über ADHS und Neurodivergenz zu informieren,
  • eine empathische und neugierige Haltung einzunehmen, statt vorschnell zu urteilen,
  • Unterstützung anzubieten, wo dies möglich ist,
  • im Arbeitskontext Anweisungen klar zu strukturieren und zusätzlich schriftlich zu übermitteln,
  • flexible Arbeitszeiten oder Remote Work zu ermöglichen, sofern dies umsetzbar ist,
  • Rückzugsmöglichkeiten bei Überstimulation anzubieten,
  • Body Doubling oder Gamification einzusetzen,
  • Blickkontakt nicht zu erzwingen und dessen Ausbleiben nicht automatisch als Unhöflichkeit oder Desinteresse zu interpretieren,
  • kleine Bewegungen oder Nebenbei-Tätigkeiten, beispielsweise Kritzeln während eines Meetings, zu erlauben. Dies kann die Konzentration von Menschen mit ADHS unterstützen und ist nicht zwangsläufig ein Zeichen von Nervosität oder Unaufmerksamkeit,
  • offen für neue Vorschläge und alternative Herangehensweisen zu bleiben, sofern dies möglich ist.

Ich befinde mich derzeit in einer psychischen Krise und brauche Hilfe. Was kann ich tun?

Bitte bleiben Sie damit nicht alleine. Vertrauen Sie sich einer Person Ihres Vertrauens in Ihrem persönlichen Umfeld an oder suchen Sie professionelle Unterstützung.

Mögliche Anlaufstellen sind:

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB):
Über die Telefonnummer 116 117 können Sie unter anderem Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Therapie- oder Behandlungsangebot erhalten.

Krisendienst Mittelfranken:
Telefon: 0800 / 655 3000

TelefonSeelsorge:
Telefon: 0800 1110111
0800 1110222
116 123

TelefonSeelsorge im Internet

Bei akuter Gefahr oder einem medizinischen Notfall wenden Sie sich bitte an den Notruf 112.